Der Warschauer Aufstand

Armbinde der Aufständischen / Foto: Wikimedia Commons/ZuDie Tatsache, dass die meisten der in den Adlerwerken internierten Häftlinge aus Polen stammten und zum größten Teil zu den Aufständischen aus Warschau gehörte, ist wenig bekannt. Der Warschauer Aufstand (1944) ist die größte einzelne bewaffnete Erhebung im besetzten Europa während des Zweiten Weltkrieges und wird häufig mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto (1943) verwechselt. Der Warschauer Aufstand ging aus von der Polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa, kurz AK), die 1944 insgesamt rund 300.000 – 350.000 Mitglieder umfasste und von der polnischen Regierung aus dem Exil geleitet wurde. Beginn war der 1. August 1944 und galt den deutschen Besatzungstruppen. Während der 63-tägigen Dauer forderte der Aufstand schätzungsweise 150.000 bis 225.000 polnische Opfer, darunter viele Menschen aus der Zivilbevölkerung. Zurückzuführen ist diese hohe Zahl von Opfern auf zahlreiche Massenmorde, die die Deutschen an der polnischen Bevölkerung verübten. Angesichts der aussichtslosen Situation kapitulierte die AK am 3. Oktober 1944.

Der Warschauer Aufstand ist für die polnische Bevölkerung ein sehr wichtiges historisches Ereignis. Die Menschen, die im Aufstand ihr Leben verloren haben, werden in Polen bis heute als Helden gesehen. Am 1.August steht in Warschau jährlich für einen Moment alles still, Menschen, Fortbewegungsmittel uvm. und die Sirenen heulen zum Gedenken an dieses Ereignis. Es gibt in Warschau ein Denkmal, das an dieses historische Ereignis erinnert und das Museum des Warschauer Aufstands wurde ebenfalls anlässlich des Aufstands errichtet.

Das Foto zeigt eine Armbinde, die die Aufständischen am rechten Arm trugen. Das Kürzel steht für Wojsko Polskie (Polnische Streitkräfte).

Foto: Wikimedia Commons/Zu